{"id":10,"date":"2007-07-05T11:16:05","date_gmt":"2007-07-05T09:16:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bielefelder-baeume.de\/?page_id=10"},"modified":"2022-03-31T15:39:38","modified_gmt":"2022-03-31T13:39:38","slug":"baumschutz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bielefelder-baeume.de\/?page_id=10","title":{"rendered":"Baumschutz und Naturdenkmale"},"content":{"rendered":"<p>Der gesetzliche Baumschutz ist Sache der Kommunen. Die Stadt Bielefeld hatte fr\u00fcher eine <strong>Baumschutzsatzung<\/strong>. Nach dieser vom Stadtrat beschlossenen Satzung durften B\u00e4ume ab einer gewissen Stammdicke nur mit Genehmigung des Umweltamtes gef\u00e4llt werden. Diese Satzung wurde 2002 abgeschafft, weil sie angeblich die B\u00fcrger g\u00e4ngelte und weil sie Verwaltungsaufwand erzeugte. Seitdem sind B\u00e4ume in Bielefeld nicht mehr gesch\u00fctzt und unterliegen der Willk\u00fcr des jeweiligen Grundbesitzers.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/22ef95d59bb7492db77ae8b2113d487f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p><strong>Ausnahmen: <\/strong>Es handelt sich um einen der 565 B\u00e4ume, die als <a title=\"Naturdenkmale Bielefeld\" href=\"http:\/\/www.bielefeld.de\/de\/un\/nala\/nato\/\">Naturdenkmal<\/a> gesch\u00fctzt sind, oder der Baum steht in einem der 37 <a title=\"Naturschutzgebiete Bielefeld\" href=\"http:\/\/www.bielefeld.de\/de\/un\/nala\/landpl\/naschu\/\">Bielefelder Naturschutzgebiete<\/a> (wobei Waldb\u00e4ume auch im Naturschutzgebiet im Rahmen der Forstwirtschaft gef\u00e4llt werden d\u00fcrfen). N\u00e4here Ausk\u00fcnfte erteilt das <a href=\"http:\/\/www.bielefeld.de\/de\/rv\/ds_stadtverwaltung\/umwa\/\">Umweltamt der Stadt Bielefeld<\/a>. Nach Angaben des Umweltamtes sind fast 7000 weitere Bielefelder B\u00e4ume durch <a href=\"https:\/\/www.bielefeld.de\/de\/pbw\/mup\/\">Bebauungspl\u00e4ne<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.bielefeld.de\/de\/un\/nala\/landpl\/\">Landschaftspl\u00e4ne<\/a> oder im Rahmen von Landschaftsschutzgebieten gesch\u00fctzt. Wenn Sie erfahren wollen, ob bestimmte B\u00e4ume durch einen Bebauungsplan gesch\u00fctzt sind, gibt das Umweltamt der Stadt Bielefeld Auskunft: Telefon 51-3303.<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen im Baumschutz auch selbst aktiv werden, indem Sie eine <a href=\"http:\/\/www.bielefeld.de\/de\/un\/uagrfr\/bpat\/\"><strong>Baumpatenschaft<\/strong> <\/a>f\u00fcr einen st\u00e4dtischen Baum \u00fcbernehmen. Auch bei der <a href=\"http:\/\/www.bgw-bielefeld.de\/\">BGW Bielefeld<\/a> ist das m\u00f6glich (Auskunft: Uli Rudolph, Tel. 8809-213).<\/p>\n<p>Ein Ziel der Aktion &#8222;Bielefelder B\u00e4ume&#8220; ist, die Diskussion um eine neue Baumschutzsatzung zu beleben. In <strong>Bad Salzuflen <\/strong>zum Beispiel hat sich die dortige Baumschutzsatzung bew\u00e4hrt. Dennoch (oder vielleicht gerade deshalb) wurde sie 2009 auf Druck von CDU und FDP wieder abgeschafft. 2012 ging die gleiche Diskussion in <strong>Leopoldsh\u00f6he <\/strong>los (<a href=\"http:\/\/www.lz.de\/home\/nachrichten_aus_lippe\/leopoldshoehe\/leopoldshoehe\/6390987_Ausschuss_beschliesst_das_Aus_fuer_die_Baumschutzsatzung.html\">LZ 18.3.2012<\/a>).<\/p>\n<p>Das <a href=\"http:\/\/www.infonetz-owl.de\">InfoNetz Umwelt und Nachhaltigkeit <\/a>Ostwestfalen-Lippe hat eine umfangreiche <a href=\"http:\/\/www.infonetz-owl.de\/index.php?id=301\">Recherche zum Thema Baumschutz<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<h2>Weitere Baumschutzprojekte<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.bund.net\/themen_und_projekte\/naturschutz\/alleenschutz\/\">Alleenschutz-Projekt des BUND<\/a> (mit j\u00e4hrlichem Fotowettbewerb &#8222;<a href=\"http:\/\/www.allee-des-jahres.de\">Allee des Jahres<\/a>&#8222;)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.baeume-fuer-berlin.de\/\">10.000 neue B\u00e4ume f\u00fcr Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.baumpaten.de\">Bund der Baumpaten (Brandenburg)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.baumschutz-in-koeln.de\/\">Baumschutz in K\u00f6ln<\/a><\/li>\n<li><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Alte und bemerkenswerte B\u00e4ume im Internet<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/deutschesbaumarchiv.de\/index.html\">Deutsches Baumarchiv<\/a> (Stefan und Uwe K\u00fchn)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.tedac.de\/ext\/altebaeume\/stichw.html\">Liste alter B\u00e4ume mit Fotos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.baum-natur.eu\/\">B\u00e4ume &#8211; Blickfang in der Landschaft (Fotos)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.bemerkenswerte-baeume.de\/\">Bemerkenswerte B\u00e4ume (Fotos)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.mnn.com\/earth-matters\/wilderness-resources\/photos\/the-worlds-10-oldest-living-trees\">The world&#8217;s 10 oldest living trees<\/a> (Die 10 \u00e4ltesten lebenden B\u00e4ume der Welt)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/List_of_oldest_trees\">List of oldest trees<\/a> (Wikipedia englisch: Liste der \u00e4ltesten B\u00e4ume)<\/li>\n<\/ul>\n<h2><\/h2>\n<h2>Meldungen<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" title=\"Allee bei Ralswiek\" alt=\"Allee bei Ralswiek\" src=\"http:\/\/www.bund.net\/uploads\/pics\/allee_ralswiek_k.rothenburg.jpg\" width=\"560\" height=\"278\"\/><\/p>\n<p><em>Allee vor Ralswiek auf R\u00fcgen, Foto: Klaus Rothenburg<\/em><\/p>\n<p><strong>Immer weniger Alleen in Deutschland. BUND und ASG fordern Alleenschutz im kommenden Umweltgesetzbuch zu verankern (August 2008)<\/strong><\/p>\n<p>Berlin: Der Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Alleenschutzgemeinschaft (ASG) forderten heute, den Alleenschutz deutschlandweit im Umweltgesetzbuch und in den Landesnaturschutzgesetzen zu regeln. Bisher sind Alleen au\u00dfer in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gar nicht oder nur unzureichend durch die L\u00e4ndergesetze gesch\u00fctzt. Als ein unverzichtbarer Lebensraum f\u00fcr viele Tierarten, als Erosions- und Windschutz sowie Feinstaubfilter bed\u00fcrfen Alleen jedoch eines besonderen Schutzes. Um Pflege- und Schutzma\u00dfnahmen bestimmen zu k\u00f6nnen, muss der Alleenbestand bundesweit erfasst und bewertet werden. Bisher gibt es f\u00fcr wenige Bundesl\u00e4nder verl\u00e4ssliche Zahlen. In Brandenburg sind die Alleen nach aktuellen Erhebungen in den letzten f\u00fcnf Jahren von 12000 Kilometer auf 8000 Kilometer geschrumpft. In Mecklenburg-Vorpommern ist der Altbestand seit 1990 j\u00e4hrlich um etwa 80 Kilometer zur\u00fcckgegangen, der aktuelle Bestand liegt bei rund 4300 Kilometer Alleen. Deutschlandweit gibt es aktuell gesch\u00e4tzte 23.000 Kilometer Alleen.<\/p>\n<p>Gef\u00e4hrdet sind Alleeb\u00e4ume vor allem durch Stra\u00dfenbau, unsachgem\u00e4\u00dfe Schnittma\u00dfnahmen und das Tausalz des Winterdienstes. Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: &#8222;Alleen leisten einen unsch\u00e4tzbaren Beitrag f\u00fcr den Umwelt- und Naturschutz. Sie sind Heimat vieler zum Teil auch gef\u00e4hrdeter Tiere, sie verbinden Lebensr\u00e4ume und filtern Schadstoffe aus der Luft. Der R\u00fcckgang der Alleen muss deshalb sofort gestoppt werden.&#8220; Wirksame Ma\u00dfnahmen w\u00e4ren beispielsweise die Verwendung von Splitt oder Kies statt Tausalz und eine Reduzierung des Schwerlastverkehrs. Statt f\u00fcr breitere Stra\u00dfen j\u00e4hrlich tausende Alleeb\u00e4ume zu f\u00e4llen, w\u00e4re ein Tempolimit von 80 km\/h ein weit wirksameres Instrument, um mehr Verkehrssicherheit zu erreichen.<\/p>\n<p>Der ASG-Vorsitzende Ingo Lehmann forderte, den Alleenschutz bei Stra\u00dfenbau- und Unterhaltungsma\u00dfnahmen st\u00e4rker zu ber\u00fccksichtigen. &#8222;Gerade in Ostdeutschland werden alte Baumbest\u00e4nde unwiederbringlich abgeholzt oder durch F\u00e4llung zehntausender B\u00e4ume pro Jahr ausged\u00fcnnt, um Stra\u00dfen nach Bundesnorm zu verbreitern. Die Ersatzbepflanzungen erfolgen jedoch noch nicht einmal im Verh\u00e4ltnis von 1 zu 1 und k\u00f6nnen die Funktionen der Alleeb\u00e4ume im Biotopverbund nicht ersetzen. Wir brauchen eine flexiblere, an die \u00f6rtlichen Gegebenheiten und unterschiedlichen Stra\u00dfenkategorien angepasste Anwendung der Bundesnorm, damit nicht mehr B\u00e4ume als unbedingt notwendig verschwinden.&#8220; Kurzfristig m\u00fcssten entstandene Gro\u00dfl\u00fccken neu bepflanzt werden.<\/p>\n<p>Zur Finanzierung von Neuanpflanzungen und der Pflege von Alleeb\u00e4umen schlagen BUND und ASG vor, dem Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns zu folgen und Alleenfonds einzurichten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bund.net\/fileadmin\/bundnet\/pdfs\/naturschutz\/20080813_naturschutz_alleenstrategie_eckpunkte.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eckpunkte einer nachhaltigen bundesweiten Alleenstrategie (ASG, PDF)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bund.net\/fileadmin\/bundnet\/pdfs\/naturschutz\/20080813_naturschutz_alleen_hintergrund.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hintergrund &#8222;Alleen in Deutschland&#8220; (BUND, PDF)<\/a><\/p>\n<p>Pressekontakt: Silke Friemel, BUND-Alleenexpertin, Tel. 0331 &#8211; 237 00 142 bzw. Katrin Riegger, BUND-Pressestelle, Tel. 030 &#8211; 27586-464 und 0157 &#8211; 71 335 796, E-Mail: presse@bund.net, <a href=\"http:\/\/www.bund.net\">www.bund.net<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der gesetzliche Baumschutz ist Sache der Kommunen. Die Stadt Bielefeld hatte fr\u00fcher eine Baumschutzsatzung. Nach dieser vom Stadtrat beschlossenen Satzung durften B\u00e4ume ab einer gewissen Stammdicke nur mit Genehmigung des Umweltamtes gef\u00e4llt werden. Diese Satzung wurde 2002 abgeschafft, weil sie angeblich die B\u00fcrger g\u00e4ngelte und weil sie Verwaltungsaufwand erzeugte. 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